Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir haben schon einige Termine beim Jugendamt hinter uns. Auch das zweitägige Seminar haben wir gemeistert. Wir haben dort andere Paare kennengelernt und stehen mit zwei Paaren noch in Kontakt. Es ist alles so aufregend. Die anderen Paare waren schon eher im Jugendamt und haben bereits alle Gespräche hinter sich gebracht. Wir haben nun noch den Hausbesuch am 16.5.23 vor uns und dann das Abschlussgespräch. Wahrscheinlich wird es im Juni oder Juli werden. Danach beginnt für uns die Wartezeit und jeden Tag könnte ein Anruf kommen. Ursprünglich dachte ich, wenn wir jeden Monat einen Termin bekommen, sind wir im März oder April fertig. Aber es zieht sich. Die Sozialpädagogen haben sehr viel zu tun und oft sind aktuell die Termine nur nach 2 Monaten möglich. Und auch nur, wenn wir anrufen und nach einem weiteren Termin fragen. Unsere Sachbearbeiterin meint das nicht böse, nur bei dem vielen Stress denkt sie nicht daran. Anderen Paaren geht es auch so, haben wir mitbekommen. Geduld ist also gefragt.
Wird es uns ähnlich gehen, wie bei den beiden Paaren aus unserer Seminargruppe? Das eine Paar war im Dezember bestätigt und im Januar haben sie ihren kleinen neugeborenen Sohn bekommen. Seine leibliche Mutter ist noch sehr jung und hatte bereits Kinder. Ein weiteres konnte und wollte sie nicht versorgen. Nun ist er zu neuen liebevollen Eltern gekommen.
Das andere Paar, dass auch ganz in unserer Nähe wohnt, war Anfang Februar fertig mit allen Gesprächen und Ende März kam der Anruf, dass ein kleiner neugeborener Junge ein neues zu Hause sucht. Die leibliche Mutter wird er wahrscheinlich nie kennenlernen, da sie anonym entbunden hat. Man weiß lediglich, dass er noch ältere Geschwister hat, die aber auch nicht bei ihr leben.
Was wird die Geschichte unseres Kindes sein?
Wir haben noch keine Sachen gekauft, da wir nicht wissen was für ein Kind wir bekommen und ob überhaupt. Aber wir haben uns bei Amazon eine Liste angelegt mit den Sachen wo wir denken, dass wir sie am Anfang brauchen werden. Ein vollständiges Kinderzimmer wollen wir aber erst nach und nach einrichten, wenn das Kind da ist. Parallel machen wir uns nun zum Thema Elterngeld und Elternzeit schlau. Ich werde wohl klassisch 12 Monate zu Hause bleiben und Sebastian zwei Monate. Wir müssen auch einen Kinderarzt und eine Hebamme suchen. Das ist wohl die größte Herausforderung, denn die Arztpraxen sind randvoll und die meisten nehmen keine neuen Patienten auf. Das haben unsere Bekannten ja alles schon durch und es ist der Wahnsinn. Auf Arbeit arbeite ich parallel schon eine Kollegin unter einem Vorwand in meine Arbeit ein. Das wird spannend, wenn dass dann alle erfahren – sollte es bei uns auch mit einem Kind klappen. Dann bin ich von heute auf morgen nicht mehr auf Arbeit, sondern direkt in Elternzeit. Eine sehr aufregende Zeit liegt weiter vor uns. Wir freuen uns auf das was da noch kommt 😊